STOPPP hat zum Ziel die Umweltverschmutzung durch Plastik zu verhindern

STOPPP macht auf die Gesundheitsgefährdung von Konsumenten durch Plastikprodukte aufmerksam

STOPPP setzt sich ein für eine lückenlose Einbindung von Plastik in kontrollierte Materialkreisläufe, die für Mensch und Umwelt unschädlich sind. 
   

Für eine Schweiz ohne Plastikmüll

10 Fakten 

Plastik ist der umgangssprachliche Begriff für Kunststoff. Kunststoffe werden entweder aus Erdöl, Erdgas, Kohle oder aus nachwachsenden Rohstoffen wie Stärke oder Lignin hergestellt. Sie werden mit diversen Chemikalien versetzt um Eigenschaften wie Farbe und Formbarkeit zu erreichen. 

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Viele Chemikalien in Kunststoffen sind erwiesenermassen gesundheitsschädigend für Mensch und Tier. Insbesondere die Weichmacher, sogenannte Phtalate wie DEHP oder Bisphenol A sind Krebs erregend und verursachen Unfruchtbarkeit.

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Biokunststoffe sind nur umweltverträglich, wenn sie biobasiert und biologisch abbaubar sind. Biobasiert = bestehend aus Stärke oder Zellstoffen. Biologisch abbaubar = durch Lebewesen bzw. deren Enzyme bis in kleinste Bestandteile wie Kohlendioxid, Sauerstoff und Ammoniak abbaubar.

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Plastik ist im Allgemeinen in der Natur nicht biologisch abbaubar. Er zerfällt durch Umwelt-einflüsse wie Sonne, Wind und Salz in immer kleinere Partikel, die sich in Gewässern, Wäldern und Feldern als Mikro- und Nanoplastikstaub verteilen. Der Plastikstaub an Land oder die Plastiksuppe in Gewässern ist von Auge nicht mehr sichtbar und kann unmöglich eingesammelt werden.

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Die Mikroplastik-Partikel in den Gewässern haben die Eigenschaft Giftstoffe, sogenannte langlebige organische Schadstoffe (POP), aus ihrer Umgebung anzuziehen und zu binden. Somit kann Mikro- und Nano-Plastik in den Gewässern um ein Vielfaches giftiger sein als der Gebrauchsplastik aus unserem Alltag. 

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Makroplastik, Mikroplastik und Nanoplastik wird von Tier und Mensch über die Nahrung in den Körper aufgenommen. Wassertiere wie Fische und Seevögel sind besonders stark mit Plastik belastet. Die mit der Nahrung aufgenommenen Chemikalien gelangen in die Nahrungskette an dessen Ende der Mensch steht.

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Neuste Studien zeigen, dass Plastikmüll sich im Meer nicht nur in den grossen Meereswirbeln ansammelt (sogenannte Plastikinseln), sondern auch auf dem Meeresgrund, in Fluss- und Seeböden, wo er einen toxischen Schlick bildet. 

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Die Forscher berechnen, dass seit den 60er Jahren bis zu 200 Millionen Tonnen Plastik auf verschiedenen Wegen in die Weltmeere gelangt sind. Jährlich kommen acht Millionen Tonnen dazu. Die Wege des Plastiks ins Meer sind vielfältig, meistens wird er aber über Flüsse und Seen ins Meer geschwemmt. 

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Plastikabfälle in unserer Umwelt stammen zu einem grossen Teil aus dem Privatkonsum: Verpackungen, Plastiksäcke, Plastiktrinkflaschen, Plastikgeschirr, Kosmetika, die falsch entsorgt werden. Nicht zu vernachlässigen sind Abfälle aus der Industrie wie Pellets (Ausgangsmaterial für Plastikproduktion), aus der Landwirtschaft (bsp.Treibhausfolien) oder Abrasion von Gebäuden und Autoreifen.

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Weltweit wird nur 9% des produzierten Plastiks rezykliert. Das Wenigste kommt in die Müllverbrennung wie hier in der Schweiz, sondern landet auf Mülldeponien. Wenn wir die Entsorgung von Plastik weltweit nicht in den Griff bekommen, Plastikproduktion und -konsum nicht reduzieren, riskieren wir, dass bis 2030 mehr Plastik im Meer schwimmen wird als Plankton und Fische.

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